Ich bin schon ziemlich lange Benutzer der DAW (Digital Audio Workstation) Ableton Live und engagiere mich ungefähr seit Live 9 auch als Beta-Tester mit dem Schwerpunkt: Wie können Gitarristen „Live“ sinnvoll nutzen? Deshalb war ich erfreut, dass mich Ableton zu einem „Summer Special“ am 04.07.2026 nach Berlin in ihre Firmenzentrale in die Schönhauser Allee einlud.

Es war ein interessanter Tag im Ableton-HQ. Für mich stand im Fokus, mit den Entwicklern zu sprechen und Einblicke zur Zukunft und ihrer Entwicklungs-Philosophie zu gewinnen. So bestand das „Ableton Move Team“ beispielsweise mehrere Jahre lang aus 14 Entwicklern; mittlerweile sind es nur noch 5. Das Team stand jedoch unter keinem wirtschaftlichen Zeitdruck und konnte ausgiebig daran arbeiten, ein einsteigerfreundliches Gerät zu entwickeln, das aber auch für fortgeschrittene Musiker sinnvoll einsetzbar sein sollte. Keine leichte Aufgabe. Interessant ist auch der Übergang der Firma von einem reinen Softwareunternehmen zu einem Unternehmen, das auch Hardware (Push3, Move) anbietet, die immer stärker auf die zuvor entwickelte Software zugeschnitten ist.

  • Es wird wahrscheinlich keine weiteren Loop Conventions im Funkhaus in Berlin geben, die Ableton 2026 und 2018 mit vielen Konzerten und Workshops veranstaltete (wahrscheinlich aus wirtschaftlichen Gründen, da mit der Superbooth eine weitere Großveranstaltung zum Thema Synths, Eurorack und elektronische Musik in Berlin stattfindet).
  • Derzeit wird das Thema KI eher vorsichtig angegangen, da das Ziel von Ableton ist, Menschen dazu zu bringen, ihre eigene Musik zu kreieren Nun, ist das zweifellos ein recht weit interpretierbarer Begriff. Das „Extension“-Projekt sollte ein Schritt sein, um KI-begeisterten Vibe-Codern eine Gelegenheit zu geben, Dinge nach ihrem Geschmack zu erweitern, ohne jedoch das eigentliche Programm Live12 zu schädigen.

Anschließend spielten die KünstlerInnen Eva van Dijk und Alejandro Mosso Sets von 45 bis 60 Minuten Länge und erläuterten später ihre Ideen, ihre Setups und ihre Übergänge und beantworteten zahlreiche Fragen des Publikums. Die Teilnehmer des Events bestanden sowohl aus neuen als auch aus erfahrenen Nutzern, und die Teilnehmerzahl war genau richtig bemessen (ca. 50 Teilnehmer).

Den ganzen Tag konnte man die Geräte „Push3“ und „Move“ für eine Stunde ausleihen und alleine oder mit Hilfe der Certified-Trainer erklärt bekommen. Mir wurde versichert, dass Ableton-Specials dieser Art erneut stattfinden werden. Eine empfehlenswerte Sache und man bekommt die Gelegenheit, mal wieder nach Berlin zu fahren.

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